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Tage des Niedergangs

geschrieben von Friederike Schmutzler

Während im Radio im Zuge der Berichterstattung für World War Z darüber gesprochen wird, wie man sich am besten gegen auf die Zombie-Apokalypse vorbereitet, und überhaupt Zombies die neuen Vampire geworden zu sein scheinen (ich möchte sie trotzdem nicht glitzern sehen...), habe ich das Vergnügen, eine Rezension zum neuesten Roman aus dem Mantikore-Verlag zu schreiben: „Tage des Niedergangs“ von Andreas Schnell, bekannt als Erfinder und Autor des Endzeit-Rollenspiels „Heredium“ sowie der Romanreihe „Die Minotauren“.

Zum Inhalt kann an dieser Stelle nicht viel verraten werden, nur soviel: „Tage des Niedergangs“ zitiert zwar hier und da einen Genreklassiker (beispielsweise wird lange Zeit niemals von Zombies gesprochen, der Hauptdarsteller erfindet einfach Spitznamen für die Untoten), ein reiner Zombie-Roman in der Machart von „Dawn of the Dead“ und Konsorten ist es sicher nicht. Zum einen ist das Setting wirklich neu – mir wären keine berühmten Zombie-Romane oder -Filme made in Germany bekannt – und zu manderen hat das Buch dafür viel zu viele überraschenden Wendungen, die den Leser ab und an ein wenig ratlos zurücklassen, aber das Weiterlesen-Gefühl nur noch stärker machen.

Ab und an greift der Autor etwas zu tief in die Klischeeschublade, und manch eine Metapher sitzt auch nicht hundertprozentig, wenn zum Beispiel der Hauptdarsteller erklärt, sein Herz fühle sich an als „spiele es Pachelbels Quintfallessenz“. Aber das sind Kleinigkeiten, denn wie eingangs bereits erwähnt, hatte ich das Vergnügen dieses Buch zu rezensieren, und das war durchaus ganz wörtlich und positiv gemeint. „Tage des Niedergangs“ ist ein spannendes Buch, das ich erst aus der Hand gelegt habe, nachdem ich es durchgelesen hatte. Etwas, das mich viel mehr stört, ist die Tatsache, dass „Tage des Niedergangs“ der erste Band einer Reihe ist, die sich „Die Siegel-Chroniken“ nennt. Also müssen wir Leser noch ein wenig warten, bis wir erfahren, wie es nun weitergeht. Mehr gibt es tatsächlich im Moment (leider) nicht zu diesem Buch zu sagen, und allen, die noch eine Lektüre für den Urlaub suchen, sollten sich diesen Roman auf ihre Liste schreiben. Aber Achtung! Zum Schwimmen kommt man sicher nicht mehr, wenn man es sich mit „Tage des Niedergangs“ am Pool oder Strand gemütlich gemacht hat.

Abschliessend noch eine Bitte an den Mantikore-Verlag: Schon nach der ersten Seite hatte ich das Gefühl, dass sich „Tage des Niedergangs“ großartig als Hörbuch machen würde. Falls ihr also plant, in diese Richtung euer Sortiment zu erweitern, wisst ihr ja, mit welchem Buch ihr anfangen könnt.

Punkte: 5 von 6
  • Art: Roman
  • Verlag: Mantikore-Verlag
  • Seiten: 283
  • Autor: Andreas Schnell
  • Preis: 13, 95 €